|
Friday, 13 August 2010 10:02 |
Willkommen zum zweiten Teil meines Exkursionsberichtes über die Tongrube Stettenberg! ( Hier geht es zum Teil eins.) Ein absolutes Highlight war für mich der Fund einer kleinen Wildbienen-Kolonie an einem der weniger steilen Abschnitte des Hanges. Hier bauen Wildbienen ihre Nester in den grauen Ton der ehemaligen Grube. Das hier sind eusoziale Furchenbienen, genauer Halictus scabiosae. Wildbienen leben üblicherweise allein, aber diese Art ist anders - die Weibchen überwintern zusammen, und im Frühjahr übernimmt eine von ihnen die Rolle der Königin. Sie bleibt im Nest und bewacht es, während die anderen Weibchen Proviant heranschaffen. Nur die Königin legt Eier, aus denen dann Arbeiterinnen schlüpfen, die ihrerseits das Pollen- und Nektarsammeln übernehmen. Die ehemaligen Nestgenossinnen werden vertrieben und können selbst noch eigene Nester gründen.
|
|
Read more...
|
|
|
Thursday, 12 August 2010 09:34 |
Inspiriert von der Berichterstattung über die Tongrube Stettenberg zwischen Kalchreuth und Heroldsberg im Wochenblatt ( Link zum Artikel im Wochenblatt), musste ich mir die Gegend am Wochenende mal anschauen. In Heroldgsberg und Kalchreuth wird heftig darüber diskutiert, was mit dem Gelände passieren soll - der ehemalige Betreiber hat vorgeschlagen, es mit Bauschutt und Gleisschotter zu verfüllen, andere meinen, man sollte das Gelände für die Naherholung ausbauen oder es einfach in Ruhe lassen. Ein klassischer Streit um einen klassischen Lebensraum aus zweiter Hand. Ich wusste gar nicht, dass es sowas in unmittelbarer Nähe gibt! Das Gelände ist eine aufgelassene Tongrube, die teilweise mit Tonscherben halbherzig verfüllt worden ist. Geräte sind teilweise noch am Platz, aber die interessierten mich natürlich nicht so sehr wie das, was auch noch zurückgelassen worden ist: Zwei Teiche und eine ganze Menge mehr oder weniger steiler Hänge. Hier musste es doch Tiere geben! Und klar - Enten und Blässhühner (mit Jungen) waren selbstverständlich vor Ort, aber auch ein Turmfalke, eine Mäusebussard-Familie, und ein großer Schwarm Mehlschwalben, die im Flug aus dem größeren Teich tranken. Weitere Wasservögel verzogen sich leider sofort in den weiter hinten gelegenen Bereich des Teichs.
|
|
Read more...
|
|
Tuesday, 03 August 2010 19:45 |
|
Um längere Distanzen zu überwinden, sind Spinnen nicht allein auf ihre acht Beine angewiesen. Kleine Spinnen benutzen auch ihre Spinnenseide, um sich vom Wind tragen zu lassen. Dabei stellen sie sich zuerst auf "Zehenspitzen" in den Wind:

Und dann entlässt sie einen Spinnenseidefaden, der vom Wind erfasst wird.

Hier sieht man ganz schön, dass die Spinne sich gut festhält, bis der Faden lang genug ist, um die Spinne im Wind zu tragen, oder bis er einen weiter entfernten Grashalm oder ähnliches berührt. Dies ist eine kleine Krabbenspinne (Xysticus).
|
|
Austernfischer sind für mich so ziemlich die nettesten, attraktivsten Vögel der Küste, die roten Beine, der Schnabel, das apart schwarz-weiße Gefieder... Außerdem ist ihr Familienleben sehr öffentlich und daher gut zu beobachten. In der Nähe unseres Feriendomizils in Nord-Norwegen war jeder Meter Strand von einem brütenden Paar besetzt (Styrkesnes, Nordland, östlich der Lofoten). Dies ist ein Pärchen mit zwei Jungen:
Obwohl es nicht kalt war, versuchten die noch relativ kleinen Küken, sich unter dem Gefieder der Mutter zu verstecken. Alle drei ruhten oder schliefen sogar für ein paar Minuten, bis die Suche nach Futter wieder weiterging. Der Partner passt auf die Familie auf und warnt durchdringend vor Gefahren.

Die beiden Jungtiere alternierten zwischen den Partnern, je nachdem, wer gerade mit Futter oder einem warmen Platz unter den Flügeln lockt.
Wegen ihrer Tarnzeichnung sind die Jungen in diesem Alter auf jedem Hintergrund sehr schwer auszumachen - man sieht sie eigentlich nur, wenn sie sich bewegen.

Leider mussten wir das Haus und die Familie nach zwei Wochen verlassen. Bis dahin habe ich die Tiere jeden Tag beobachtet, und es war interessant zu sehen, dass das kleinere Küken von beiden rasch aufholte, bis die beiden nach zwei Wochen nicht mehr zu unterscheiden waren. In dem Alter drangen dann auch schon die harten "Teenager-Federn" durch den Flaum.
|
|
Monday, 03 May 2010 10:16 |
 Osmia bicolor ist eine hübsche Wildbiene, die eine besonders interessante Fortpflanzungsstrategie hat: Sie baut ihr Nest in alten, leeren Schneckenhäusern. Sie trägt Pollen und Nektar ein und legt ein einzelnes Ei ab, ehe sie das Nest verschließt. Das Foto oben zeigt sie auf ihrem noch offenen Schneckenhaus, sie trägt also weiterhin noch Pollen ein. Im nächsten März schlüpft (hoffentlich) die nächste Generation. Unvorstellbar - der ganze Prozess, der hier dokumentiert wird, dauert zwei volle Tage, dient aber nur einem einzigen Nachkommen.
|
|
Read more...
|
|
|
|
|
|
|
Page 1 of 3 |