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Hallo!

Wilkommen auf meiner Webseite! Mein Name ist Antje Schulte, und ich fotografiere gerne. Klingt nach Sucht und ist es auch... Alles hat vor Jahren mit einer kleinen Fujifilm Kamera angefangen (sagenhafte 2MP), die dann schnell von einer Canon 10D und dann einer 20D abgelöst wurde. Dann kam noch eine 40 Jahre alte Hasselblad dazu, und dann diverse andere uralte analoge Kameras... Macht immer noch Spaß.

Hier schreibe ich über bemerkenswerte Lebewesen, die ich fotografieren konnte, und natürlich über fantastische Orte wie die Everglades, die ich besucht habe, und ich stelle natürlich auch ein paar meiner Fotos vor.

Ein paar Worte noch zu den Tierfotos: Ich liebe Tiere und versuche, sie so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wenn ich fotografiere. Ich entnehme keine Tiere der Natur und verändere ihre Position nicht, und ich narkotisiere oder kühle die Tiere auch nicht. Niemals. :-) Wenn ich bemerke, dass sich ein Tier nicht mehr wohl fühlt, ziehe ich mich zurück. Mir ist wichtig, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum bei ihren natürlichen Tätigkeiten zu fotografieren. Die taxonomische Bestimmung steht bei mir nicht im Vordergrund (schon weil ich so grauenhaft schlecht darin bin), deshalb ist das für mich der beste Ansatz. Die Bilder der Vögel sind meistens in meinem Garten entstanden, wo ich eine Winterfutterstelle unterhalte. Was im übrigen dank gut gefütterter Spatzen auch Sperber anzieht...

Über Ihre Emails, Fragen und Kommentare freue ich mich (und vor allem über Berichtigungen, wenn ich mal wieder was falsch bestimmt habe...). Wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen wollen, können Sie das über meine Email-Adresse tun: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Am besten mehrmals versuchen, wenn ich nicht antworte, denn dann bin ich meistens auf der Wiese hinter unserem Haus und belästige sechsbeinige Tiere.

Hier habe ich leider nur Platz für einige wenige Bilder. Viel mehr Fotos finden Sie auf meinen englischsprachigen Webseiten: Flickr und auf PBase: http://www.pbase.com/antjes

 

Wie Marienkäfer aufwachsen

In diesem Jahr wimmelt der Garten nur so von Blattläusen. Und natürlich sind auch die Marienkäfer nicht weit, die Blattläuse sehr gerne fressen. Auch von denen gibt es in diesem Jahr so viele, dass es einfach ist, sie zu beobachten, und sogar verschiedene ihrer Stadien zu dokumentieren. Marienkäfer durchlaufen wie alle Käfer eine komplette Metamorphose, sie sind holometabol. Das bedeutet, dass sich der Körper während des Puppenstadiums komplett umbaut, und das adulte Tier, das Imago, kaum noch so aussieht, wie die Larve zuvor. Marienkäfer durchlaufen alle Stadien vom Ei über verschiedene Larvenstadien (in denen sie sich häuten, während sie wachsen) und die Puppe bis zum Imago. Mal schauen, wie das aussieht:

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Zurück an der Tongrube Stettenberg

Diese Tongrube zwischen Heroldsberg und Kalchreuth ist seit einigen Jahren aufgelassen und voll Wasser gelaufen, so dass sich mehrere verschieden große Teiche gebildet haben, die über eine ganz verschiedene Flora und Fauna verfügen. Über allem trohnt eine schroffe Tonwand, und dahinter grasen Kühe und Pferde auf einer fetten Feuchtwiese. Im Wasser sieht man die Überreste vieler kaputter Tonziegel, die Wasserwanzen, Käfern, Libellenlarven und Amphibien Schutz bieten. Die Tongrube ist durch Bestrebungen des Betreibers bedroht, der sie mit Bauschutt zuschütten möchte, aber Naturschutzorganisationen versuchen, das zu vermeiden.
Der Frühling kam dieses Jahr besonders schnell, glaube ich - nur an der Tongrube Stettenberg hat er sich noch ein wenig Zeit gelassen. Während die Wiesen um die Tongrube herum schon blühen, findet sich hier vor allem Huflattich auf dem Tonboden:


Im Wasser hingegen tobt das Leben: Winterlibellen paaren sich auf den wenigen Binsen.

Winterlibelle, Paarung, Sympecma fusca

Und die Spinnen, natürlich! Die vielen Erdspalten und die Ziegel bieten den Wolfspinnen beste Bedingungen:

 

Vögel am Anhinga Trail, Everglades National Park

Nicht weit hinter der Einfahrt zum Everglades Nationalpark in Florida findet sich die Abzweigung zu einem der besten Gebiete für die Vogelfotografie in Florida, dem Anhinga-Trail. Direkt an der Royal Palm Ranger Station geht's los, der Weg ist etwa zwei km lang, meistens geteert oder mit Holzbohlen ausgebaut, wo der Weg über die Sumpflandschaft führt. Man kann ihn innerhalb von zehn Minuten vollständig erkunden. Dann würde man aber übersehen, was diesen Weg zu einem unvergesslichen Erlebnis macht: Eine unglaubliche Konzentration an Tieren. Alligatoren, Reiher, Enten, Scharben, Geier - alles in wenigen Metern Entfernung. Der Name des Wegs leitet sich vom Amerikanischen Schlangenhalsvogel ab, dem Anhinga, und tatsächlich brüten auf einer der Inseln in der Mitte des Rundwegs viele dieser Vögel.

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J. N. "Ding" Darling National Wildlife Refuge

Ich hätte es nie gedacht, aber um dem Winter hier in Deutschland zu entfliehen, gibt es wirklich nichts Besseres, als nach Florida zu fliegen. Unglaublich. Anfang Januar ist es auch in Florida nicht richtig warm, die Sonne hat zwar viel Kraft, aber die Temperaturen sinken tatsächlich auch mal bis auf einstellige Plusgrade. Meist ist es aber mild, der Himmel ist blau, die Luft ist angenehm, und deshalb fliegen nicht nur wir, und gefühlte neunzig Prozent der Bevölkerung der nördlichen Bundesstaaten, sondern auch viele Vögel aus dem Norden herunter in die Sümpfe Floridas. Hier wimmelt es im Januar von Zugvögeln und natürlich den Standvögeln, die sich langsam aufs Brutgeschäft vorbereiten.
Die ersten Tage haben wir auf Sanibel verbracht, einer kleineren Insel, die etwas Ähnlichkeit mit Sylt aufweist: Lange Sandstrände, die Lage als Barriereinsel zwischen dem nahen Festland und dem Meer, ausgedehntes Watt bzw. einen Mangrovensumpf. Und natürlich auch Hotels - allerdings haben die Verantwortlichen auf Sanibel die weise Entscheidung getroffen, keine Bauten zuzulassen, die mehr als vier Stockwerke aufweisen. Die meisten Häuser sind kleiner, und die Insel bewahrt sich ihren Resort- und Kleinstadt-Charme dank vieler kleiner Diner und vieler teurer Boutiquen. Der größte Teil der Insel  jedoch besteht aus Schutzgebieten. Das macht die Insel zu einem Paradies für Menschen und Tiere - und besonders für Naturfotografen.

Blaureiher (Egretta caerulea)

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